Duale Ausbildung
Duale Ausbildung ist praxisorientiert

Praktische Inhalte im Betrieb wechseln sich mit schulischen Inhalten ab. Sie sind von Anfang an Mitarbeiter eines Unternehmens und lernen die betriebliche Praxis kennen.

Duale Ausbildung ermöglicht beides: Gleichzeitig zu lernen und Geld zu verdienen

Vom ersten Tag Ihrer Ausbildung an bekommen Sie ein Gehalt (Ausbildungsvergütung). Dieses liegt je nach Beruf und Region zwischen 450 Euro und 1.000 Euro. Das Gehalt steigt mit jedem Lehrjahr. Darüber hinaus gibt es unter bestimmten Voraussetzungen finanzielle Hilfen. Informationen hierzu finden Sie unter www.Make-it-in-Germany. Beim Bundesinstitut für Berufsbildung erhalten Sie Informationen über die Höhen von Ausbildungsvergütungen: http://www.bibb.de/dokumente/pdf/ausbildungsverguetungen_2014.pdf

Duale Ausbildung bietet gute Übernahmeaussichten

Durch den Ausbildungsvertrag und die enge Bindung des Auszubildenden mit dem Ausbildungsbetrieb bestehen nach Abschluss der ‚Ausbildung gute Chancen, direkt übernommen zu werden. Aber auch ein Wechsel in einen anderen Betrieb ist aufgrund der einheitlichen Standards der Ausbildung gut möglich.

Duale Ausbildung bietet gute Karriereaussichten

Beruflich engagierte Fachkräfte sind auf dem Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz sehr gefragt. Gerade Fachkräfte mit einer dualen Ausbildung werden in vielen Branchen gesucht. Im Anschluss an eine Ausbildung gibt es vielfältige Möglichkeiten der Weiterentwicklung. Ein Beispiel ist die Weiterbildung zum „Meister“. Damit können Sie sich eines Tages mit ihrem eigenen Betrieb selbständig machen oder einen Betrieb übernehmen und selbst junge Menschen ausbilden. Auch ein Hochschulstudium ist – auch ohne Abitur – im Anschluss daran eine Option.

Wo findet die duale Ausbildung statt?

Die duale Ausbildung findet an zwei Orten statt: Im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Während der gesamten Zeit der Ausbildung sind Sie Mitarbeiter in dem Ausbildungsbetrieb. Die Ausbildung dauert je nach Ausbildungsberuf in der Regel drei bis dreieinhalb Jahre. Es gibt auch zweijährige Ausbildungsberufe sowie, je nach Vorbildung, die Möglichkeit der Verkürzung. In der Berufsschule erhalten Sie den theoretischen Unterricht. Gleichzeitig stehen aber auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch, Englisch, Mathematik und Sozialkunde auf dem Stundenplan.

Nach der ersten Hälfte der Ausbildung müssen Sie eine Zwischenprüfung bestehen, bei der Sie zeigen, was Sie in der Schule gelernt und wie Sie es im Unternehmen praktisch anwenden. Die duale Ausbildung endet mit der Abschlussprüfung, die in deutscher Sprache stattfindet.

In einigen Ausbildungsberufen ist die Zeit, die Sie im Unternehmen verbringen, geringer. Dies sind z. B. Berufe im Gesundheitsbereich, Pflege- und Erziehungsbereich. Theorie und Praxis lernen Sie hier in speziellen Berufsfachschulen. Die praktische Anwendung erfolgt durch längere Aufenthalte in Betrieben oder sozialen Einrichtungen, in Form von Modulen. Während der Ausbildung erhalten Sie keine Ausbildungsvergütung. Im Gesundheitsbereich ist das anders. Weil Sie hier längere Praxisphasen in Krankenhäusern oder Pflegeheimen haben, erhalten Sie während der Ausbildung dort ein Gehalt.

Die schulische Ausbildung dauert ein bis drei Jahre und wird an staatlichen oder privaten Schulen angeboten. Bei privaten Schulen müssen Sie in der Regel Schulgeld zahlen.

In Rheinland-Pfalz können Sie auch die duale Ausbildung mit einem Studium verbinden. Hier wird entweder parallel zum Studium eine Ausbildung absolviert oder aber es werden Praxisphasen in einem Betrieb in das Studium integriert.

Alle Informationen zum dualen Studium in Rheinland-Pfalz finden Sie unter: http://dualehochschule.rlp.de

Ausbildungsberufe

Es gibt in Deutschland derzeit rund 340 anerkannte Ausbildungsberufe in unterschiedlichen Bereichen wie beispielsweise dem Handwerk, dem produzierenden Gewerbe, dem Handel, dem Dienstleistungsbereich, der Landwirtschaft oder im öffentlichen Dienst sowie bei Ärzten, Apotheken, Rechtsanwälten oder Steuerberatern. 

Bei der dualen Ausbildung werden Sie in rheinland-pfälzischen Betrieben nach bundeseinheitlichen Standards ausgebildet. Die duale Ausbildung bietet einen idealen Startpunkt in ein erfolgreichen Berufsleben und gleichzeitig vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten. Eine Ausbildung ist zunächst einmal unabhängig vom Schulabschluss. Letztlich entscheidet der ausbildende Betrieb über die Einstellung eines Ausbildenden.

Nachwuchs an Fachkräften ist in Rheinland-Pfalz sehr gefragt. Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz in einem rheinland-pfälzischen Unternehmen sind daher gut.

Wo kann ich mich über Ausbildungsberufe informieren?

Vor der Berufswahl sollten Sie sich frühzeitig informieren und die Anforderungen und Perspektiven des jeweiligen Berufes mit den eigenen Stärken und Vorstellungen abgleichen.

Einen Überblick über die Berufe, die zur Auswahl stehen, bieten die folgenden Portale:

http://www.planet-beruf.de/
http://www.bibb.de/de/ausbildungsinfos-online.htm
http://www.check2.de/check2/homepage
http://www.lehrstellen-radar.de/
http://www.jobboerse.arbeitsagentur.de/vamJB/startseite.html?kgr=as&aa=1&m=1&vorschlagsfunktionaktiv=true


Bei der IHK-Lehrstellenbörse können Sie einerseits testen, welcher IHK-Beruf für Sie passt und dann auch gleich offene Ausbildungsstellen finden.

Auf der Homepage der Handwerkskammern können Sie sich über die Berufe der Handwerkskammern informieren.

Bei den Arbeitsagenturen finden Sie Berufsinformationszentren und Berufsberater, die bei der Orientierung behilflich sein können. Kontakte zu Ausbildungsbetrieben lassen sich gut auch auf Ausbildungsmessen knüpfen.

Sie sind sich noch nicht ganz sicher, ob der Ausbildungsberuf, den Sie nun ausgewählt haben, auch für Sie der richtige ist? Dann empfehlen wir, zunächst ein Praktikum in einem Betrieb zu machen und dabei erste Erfahrungen im Ausbildungsberuf zu sammeln.

Ausbildungsvertrag

Sie müssen zuerst eine Ausbildungsbetrieb finden und sich dort – wie für einen Job – um eine Ausbildungsplatz bewerben. Ist die Bewerbung erfolgreich, schließen Sie mit dem Ausbildungsbetrieb eine Ausbildungsvertrag ab. 

Die duale Ausbildung beginnt jedes Jahr, meistens am 1. August oder 1. September. Das Unternehmen, das Sie ausbildet, meldet Sie bei der Berufsschule an und auch bei der Sozialversicherung. Während der dualen Ausbildung sind Sie kranken-, renten-, pflege- und unfallversichert sowie gegen Arbeitslosigkeit versichert.

Um Sie sprachlich fit für die Ausbildung zu machen, bieten die Berufsschulen in Rheinland-Pfalz Sprachintensivkurse an.

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